Jean Dubuffet – Metamorphosen der Landschaft

Jean Dubuffet (1901–1985) gehört zu den prägenden Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Inspiriert von den Werken künstlerischer Aussenseiter, gelang es ihm, sich von überkommenen Traditionen zu befreien und die Kunst gleichsam neu zu erfinden. Dubuffets Einfluss ist in der zeitgenössischen Kunst und der Street Art noch deutlich zu spüren, beispielsweise bei David Hockney, Jean-Michel Basquiat oder Keith Haring.

Anhand von über 100 Werken des überaus facettenreichen und vielschichtigen Schaffens präsentiert die Fondation Beyeler die erste grosse Retrospektive Dubuffets in der Schweiz im 21. Jahrhundert. Dabei geht die Ausstellung von seiner faszinierenden Deutung von Landschaft aus, die sich bei ihm auch in Körper, Gesichter und Objekte verwandeln kann. In seinem Werk experimentierte der Künstler mit neuen Techniken und Materialien wie Sand, Schmetterlingsflügeln, Schwämmen und Schlacke, um daraus ein ganz eigenes und einzigartiges Bilduniversum zu kreieren.

Ernst Beyeler zeigte sich von Dubuffets Kunst sehr beeindruckt, es entstand eine intensive Zusammenarbeit, die zu einem Exklusivvertrag mit dem Künstler führte. Über 750 Werke Dubuffets wurden im Laufe der Jahrzehnte über die Galerie Beyeler verkauft. In besonderem Masse spiegelt sich Ernst Beyelers grosses Interesse für Dubuffet auch in der Sammlung der Fondation Beyeler wider, die zahlreiche Hauptwerke des Künstlers bewahrt.

Neben bedeutenden Gemälden und Skulpturen aus den zentralen Schaffensphasen Dubuffets zeigt die Ausstellung dessen spektakuläres Gesamtkunstwerk Coucou Bazar, in dem Malerei, Skulptur, Theater, Tanz und Musik zusammenfinden.

Die Ausstellung wird durch Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen sowie der Fondation Dubuffet in Paris ermöglicht und von Dr. Christoph M. und Sibylla M. Müller grosszügig unterstützt.

Der Kurator der Ausstellung ist Raphaël Bouvier.

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